Alle Artikel mit dem Schlagwort “Colocation

Kommentare 0

Wie sieht ein LOA im Datacenter aus?

Immer wieder kommt es in einem Datacenter vor, das ein LoA/LOA ausgestellt werden muss. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es hierbei immer wieder Missverständnisse über Inhalt und Form solch eines Dokumentes gibt, daher hier die Kernpunkte:
Ein LOA, oder auch in lang Letter of Authorization ist ein Stück Papier, welches die Berechtigung von Partei A an Partei B für die Ausführung von Arbeiten im Datacenter (üblicherweise Verkabelungsarbeiten) regelt.
Er wird notwendig, wenn sich beispielsweise eine Firma bei einem Colocation Anbieter einmietet und dann von einem Netzanbieter einen Dienst beziehen will. In der Regel baut der Netzanbieter die Verkabelung bis zum Endpunkt. Da der Colocation Anbieter mit dem Netzanbieter aber keinen Vertrag zu diesem Endpunkt hält (den hat ja die Firma mit dem Colocation Anbieter geschlossen), benötigt der Netzanbieter einen LOA der Firma gegenüber dem Colocation Anbieter.
Typischerweise enthält der LOA:

  • eine allgemeine Beschreibung wer hier involviert ist, welche Parteien betroffen sind
  • wo sich die genaue Lokation befindet (Adresse des Colocation Anbieters)
  • Genaue Bezeichnung des Racks des Endpunktes
  • die Höhe/Bezeichnung des Patch panels in welches die Leitung gebaut wird
  • oderalternativ der zu verwendende Port auf einem bereits existierenden Panel
  • die Art des Kabels, Single-Mode, Multi-Mode, Kupfer, etc
  • im Falle von Glasfaserkabeln, welche Stecker werden benötigt
  • Sonstige zu beachtende Rahmenbedingungen, diese könnten Zeiten sein, zu welchen die Installation vorzunehmen ist

Bei MTIN Consulting gibt es eine entsprechende Beschreibung auf englisch und Vorlage.
Ich habe basierend darauf eine angepasste Vorlage als Google Doc angelegt. Benutzung ist frei aber ohne jede Gewähr.