Buch Kritik: Machen! Das Startup-Buch der mymuesli-Gründer

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Buch Kritik

Wie hier geschrieben habe ich mir für 2018 vorgenommen ein wenig über die gelesenen Bücher zu schreiben. Primär, um das gelesene noch einmal zu nutzen und zu verarbeiten. Zu Hilfe kommt mir dabei natürlich die Markierung/Notizfunktion des Kindle. Auf Basis dieser kann ich die für mich spannenden Passagen einfach wieder raussuchen und hier verarbeiten.

Zusammenfassung

Über das Buch hatte ich kurz vor einem Urlaub gelesen und dann einen Tag vor dem Flug schnell noch geladen. Durch mein generelles Interesse für Startups und typische „How did x do this“ Geschichten, war es für eine Urlaubslektüre prädestiniert.

Und genau darauf passt es sehr gut. Das Buch läßt sich in ein bis zwei Tagen (bei zwei Kindern waren es zwei) locker durchlesen. Es ist sachlich solide geschrieben und gibt einen guten Einblick in den „Struggle“ den die Gründer beim Aufziehen des Müsli Imperiums hatten.

Interessante Einblicke über die Startup Geschichte von MyMuesli

Was mir bis zu dem Buch nicht bekannt war, ist der weitestgehende Bootstrapping Ansatz der Gründer, also dass sie sehr lange auf Fremdkapital verzichtet haben. Ebenso spannend, wie sie ein eigentlich unmögliches Segment (Müsli??) ausgesucht und dann gezielt bearbeitet haben. Gezielt sollte eine Premiummarke aufgebaut werden, die Konkurrenz hatte keine nutzbaren Webseiten, bzw. Social Media Kompetenz.

Auch die bewusste Fokussierung auf wenige Features ihres ersten Produktes und wie die Gründer ihr Produkt geschärft haben, kommt gut rüber. Ein schönes Zitat hierzu:

Man möchte die Nadel im Heuhaufen sein, nicht der Heuhaufen.

Am Ende der Kapitel gibt es in der Regel Zusammenfassungen und crispy Aussagen, die wahrscheinlich eins zu eins in Zusammenfassungen passen, Beispiel gefällig:

Konzentriere dich bei deiner Geschäftsidee auf einen simplen Mehrwert statt auf einen ganzen Strauß an möglichen Vorteilen und Möglichkeiten.

Was am Ende des Tages auch schön eingestanden und transparent gemacht wird, sind glückliche Fügungen, die einfach zum Erfolg wurden. So ist das eigene Packungsdesign eher zufällig entstanden, wurde dann aber zum Marketinginstrument par excellence:

Gerade weil unsere Dosen in den Versandkartons nicht in den Briefkasten passen und die Versandboxen meist groß ausfielen, bestellten viele Kunden ihr Müsli ins Büro. Und stellten es dort prägnant auf ihren Schreibtisch: Das waren Tausende Mini-Litfaßsäulen für uns, die für eine Menge Aufmerksamkeit sorgten und viele Kollegen dazu brachten, in der nächsten Daddelpause mit unserem virtuellen Müslimixer zu spielen und sich auch so ein schönes Müsli zu bestellen. Auch witzig: Die 27 Zentimeter hohe Dose passt sehr selten in handelsübliche Küchenschränke. Also muss man sie auf die Arbeitsfläche stellen, wo jeder Küchengast sie sehen kann.

Ich kann mich selbst noch gut daran erinnern, wie die mymuesli Story vor einigen Jahren (so zwei/drei Jahre nach deren Start) überall zu hören war. Das führen die Gründer auf ein Kernthema ihres Marketings, welches mittlerweile zum Standard Repertoire gehört: Storytelling. Sie dachten sich frühzeitig eine schöne Geschichte über ihre Gründung aus („Tag am See“). Diese ließ sich einfach erzählen und einfach von Journalisten wiedergeben:

Gute Geschichten unterscheiden gute Ideen von schlechten Ideen. Und weil unsere Tag-am-See-mit-blödem- Radiospot-Story so gut funktionierte, erzählten wir sie einfach immer wieder. Überall.

Darüber hinaus gehen sie auf wichtige Vertriebsansätze ein – beispielsweise Reziprozität: „Gute Marktleute sind großzügige Marktleute, die ihre Kunden selbstverständlich Käse, Obst oder neue Brotsorten kosten lassen.“ Auch werden aktuelle Steuerungsmodelle a la Objectives and Key Results als ein Führungs-, Ziel und Organisationsmodell.

Vom Ansatz werden am Ende eines Kapitels die wichtigsten Punkte zusammen gefasst und es gibt viele Leseempfehlungen, die mir durchaus das ein oder andere Buch als Anreiz gegeben haben.

Fazit

Wie bereits zu eingangs erwähnt, läßt sich das Buch gut durchlesen. Die Inhalte sind einfach aufgearbeitet und gleichzeitig erfährt man etwas über die Startup Geschichte und der Gründer der Zukunft kann davon profitieren. Auch dadurch ist das Buch Teil der weiteren mymuesli Legende. 🙂

Unterm Strich kann ich das Buch für zwischendurch als lockere Lektüre empfehlen.

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